von Anja Michaeli

Oldenburg. „Das macht keiner im Vorbeigehen“, sagte gestern Moderatorin Astrid Funken von der Barmer GEK, und sie meinte damit das „Deutsche Sportabzeichen“. Die Krankenkasse hatte zur Abschlussveranstaltung zum 1. Wettbewerb der Firmensportabzeichen in die Oldenburger Kulturetage geladen. Redner des Abends war Joey Kelly, der von seinen sportlichen Erfolgen berichtete.

Joey Kelly

Joey Kelly überraschte mit seinem unterhaltsamen Vortrag.
Foto: Falk Wiechert

Kelly überraschte die rund 200 Gäste mit seinem amüsanten und spannenden Vortrag „No Limits“. „Keine Sorge, ich singe nicht!“, versprach der Musiker und Sportler, der die Basis für seine Energie und Zielstrebigkeit auch in seinem Leben mit der Kelly-Family und deren Existenzkampf sieht. Obwohl er von seiner Familie als „Freakshow“ erzählte, stellte er doch die Leistungen in den Mittelpunkt. Sein erstes Scheitern als Sportler ließ er genauso wenig aus wie die zahlreichen Triumphe: Teilnahme an allen acht Ironman-Wettkämpfen innerhalb eines Jahres, Wettlauf zum Südpol, Ultraman auf Hawaii, Sahara-Wüstenlauf, Badwater Run im Death Valley, Alaska 100-Meilen-Race, Bike-Rennen „Race across America“ und viele weitere Wettbewerbe. An Oldenburg hat Joey Kelly positive Erinnerungen, denn seine Familie sei mehrfach auf dem Schlossplatz vor großem Publikum aufgetreten. Und außerdem habe er bei seiner letzten Aktion „Überlebensmarsch durch Deutschland“ von Wilhelmshaven zur Zugspitze hier ein Stück Pizza im Karton gefunden. Und die kam ihm gerade recht, auch wenn er vom Survivalexperten Rüdiger Nehberg gelernt habe, dass Hunger nur eine Hysterie des Körpers sei.

Anschließend überreichte Joey Kelly gemeinsam mit Barmer GEK-Chef Holger Vosgerau und dem Sportzeichenbeauftragten des Stadtsportbundes Oldenburg, Frank Vehren, die Urkunden an die „fittesten Firmen“, für die drei Monate lang Springen, Schwimmen, Werfen und Laufen zum Training gehörten. Erste Plätze in verschiedenen Kategorien gingen an: Bin Soft, Bezirksverband Oldenburg, Integrative Jugendhilfe, Volksbank Oldenburg, Finanzamt Oldenburg und die KDO (Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg). Neben der Auszeichnung dürfen sich die Mitarbeiter über ein Spezialtraining freuen – gemeinsam mit z.B. Ex-Boxchampion Thorsten May oder der ehemaligen mehrfachen Welt- und Europameisterin sowie Olympiasiegerin in der Leichtathletik, Heike Drechsler.

Rudolf Spiegel und Frank Vehren

Rudolf Spiegel, Barmer GEK, und Frank Vehren, Stadtsportbund Oldenburg, informierten über das „Deutsche Sportabzeichen“.
Foto: Falk Wiechert

Firmensportabzeichen

Softwareentwicklung BinSoft, Bezirksverband Oldenburg, Integrative Jugendhilfe, Volksbank Oldenburg, Finanzamt Oldenburg, Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg (KDO).
Foto: Anja Michaeli

Das Ziel der Barmer GEK sei es, mehr Bewegung in die Unternehmen zu bringen, so Vorgerau. Die Krankenkasse fördert seit 1978 das Deutsche Sportabzeichen, das knapp eine Million Mal jährlich verliehen wird. „44 Prozent der Männer und mehr als 50 Prozent der Frauen treiben noch keinen Sport“, sagte Vosgerau, da müsse noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. Ein betriebliches Gesundheitsmanagement sei für die Menschen und die Firmen wichtig. An dieser Stelle habe jedoch schon ein Umdenken stattgefunden.

Holger Vosgerau und Astrid Funken

Barmer GEK-Chef Holger Vosgerau und Moderatorin Astrid Funken begrüßten die Gäste in der Kulturetage.
Foto: Falk Wiechert

Bezirksverband Oldenburg

Bezirksverband Oldenburg.
Foto: Anja Michaeli

Softwareentwicklung BinSoft

Softwareentwicklung BinSoft.
Foto: Anja Michaeli

Finanzamt Oldenburg

Finanzamt Oldenburg.
Foto: Anja Michaeli

Integrative Jugendhilfe

Integrative Jugendhilfe.
Foto: Anja Michaeli

Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg

Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg (KDO).
Foto: Anja Michaeli

Volksbank Oldenburg

Volksbank Oldenburg.
Foto: Anja Michaeli