Wildeshausen. Die Diskothek Fun Factory sorgte in dieser Woche mit einer Plakatwerbung für Aufsehen. Unter dem Titel „Hangover“ (Kater, eine US-amerikanische Filmkomödie über einen ausufernden Junggesellenabschied) wurde für eine Party geworben und dabei ein „Filmriss garantiert“. Jetzt teilte der Landkreis Oldenburg und die Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land mit, dass die Angelegenheit zumindest im Landkreis Cloppenburg ein Nachspiel haben werde.
Die in Cloppenburg aufgestellten Plakate sorgten gestern dafür, dass die Stadt und die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta in einer Pressemitteilung erklärten, dass baurechtliche Vorschriften hinsichtlich der Aufstellung der Plakate überprüft werden und ein Bußgeldverfahren gegen die Verantwortlichen eingeleitet worden ist.
Der Landkreis Oldenburg setzt dagegen neben der Möglichkeit ein Bußgeld zu erheben auf intensive Gespräche. Bereits am Mittwoch dieser Woche hat Mereike van’t Zet vom Jugendamt des Landkreises Oldenburg das Gespräch mit dem Geschäftsführer der Diskothek, Thorsten Bruns, geführt: „Wir haben ganz bewusst den Weg des Gespräches mit Herrn Bruns gewählt“.
Neben der Konzeption kritisierte das Jugendamt auch, den Einlass für Jugendliche ab 16 Jahren, obwohl „Hochprozentiges“ nicht nur ausgeschenkt werden sollte, sondern auch mit Alkoholgeschenken geworben wurde. Dies sei ungünstig in einer Zeit, wo viele präventiven Jugendschutzmaßnahmen sich gegen sogenannte Flatratepartys und Komasaufen konzentrieren.
Der Geschäftsführer habe die Sicht des Jugendamtes nicht nur geteilt, sondern zugesichert, umgehend die Plakate zu überkleben und die Werbung für diese Veranstaltung umzugestalten. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Pressemitteilung waren bereits die offizielle Homepage und der Facebookauftritt der Diskothek geändert worden.


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